Erntezeit – Basisarbeit zahlt sich aus

Interne REITEN-Weiterbildung für TGT®-Trainer

 

Eine feine Hilfengebung setzt sich aus vielen einzelnen Bausteinen zusammen; sie sollte dennoch als Ganzes dem Pferd vermittelt werden. Dabei ist der Weg von eindeutigen Signalen für Tempo, Richtung und Gangart zu „echten Hilfen“, die dem Pferd Unterstützung und Hilfestellung gewähren, lang – und nicht immer nur von sofortigen Erfolgserlebnissen be­gleitet. Prinzipien der Reittechnik zu verstehen, das ist eine Sache. Einen stets gefühlvollen Dialog mit dem Pferd zu führen und es dabei möglichst nicht zu stören, zu irritieren oder zu behindern, das ist dann doch etwas ganz anderes. Solch eine basisorientierte reiterliche Entwicklung verläuft über Jahre, und es braucht in der Regel Anleitung, Reflexion und eine systematische Trainingsplanung.

 

Manch einem erscheint das oft mühsam. Die „The Gentle Touch®“-Methode „Reiten“, die so angelegt ist, dass die Reiter über Jahre regelmäßig an internen Weiterbildungen mit Peter und Rika Kreinberg teilnehmen, ist in ihrem Detailreichtum zu Beginn für einige Reiter neu: kompromisslos wird stets beim Reiter angesetzt. Über sinnvolle Übungen lernt er, seinen Körper von Kurs zu Kurs zentrierter, feinfühliger und funktionaler einzusetzen. Wer sich in diesen ersten Jahren von den Ausbildern „an die Hand“ nehmen lässt, sein „Ego“ zurückstellen kann und mit Freude Anleitung annimmt, erkennt bald, dass er zwar in kleinen, aber stetigen Schritten zu einer Verbesserung für Reiter und Pferd gelangt. Und dann wird auch der Moment kommen, wo die geduldige und detaillierte Arbeit an sich selbst sich im sehr deutlich verbesserten Verhalten des Pferdes unter dem Reiter zeigt.

 

Man kann die Früchte fördernden, freundlichen Reitens ernten: das Pferd läuft immer gehfreudiger und moti­vierter. Es geht taktsicherer, balancierter und damit leichter an den Hilfen, elastischer und anmutiger. Als Reiter wird man plötzlich „mitgenommen“, Zügel- und Schenkelhilfen werden zweitrangig. Man hat das Pferd am Sitz, fühlt die Hinterbeine unter sich. Übergänge, Lektionen und Gangverstärkungen gelingen weich und fließend. Man hat eine andere Qualitätsstufe erreicht.
Auf der Weiterbildung für TGT®-Trainer Reiten in Bergheim konnten gleich mehrere Teilnehmerinnen diese schöne Erfahrung hautnah machen. „Bei einigen war ein Quan­ten­sprung sowohl in ihrer reiterlichen Entwicklung als auch bei den Fortschritten, die ihre Pferde in den voran­gegangen Monaten gemacht haben, zu erkennen“, erklärt Peter Kreinberg.

„Wer sich also Zeit nimmt und sich das detaillierte Handwerk guten Reitens in der Basis aneignet, kann irgendwann die Früchte der oft mühsam erscheinenden Basisabläufe ernten“, freut sich der Ausbilder. „Aber eine willige mentale und körperliche Verfügbarkeit des Pferdes ist nur auf diesem Wege zu erreichen. Los­ge­lassen­heit bei Reiter und Pferd ist für mich ein wesentlicher Aspekt in der Ausbildung. Lernt ein Pferd in Zwanglosigkeit und versteht es die Herangehens­weise des Reiters, dann hält das Erlernte dauerhaft; und das ist stets mein Anliegen. Wenn sich das dann deutlich in der Arbeit der Trainerinnen und Trainer spiegelt, dann ist das für mich natürlich auch ein Highlight.“


Gutes Reiten ist nicht einfach, und das gibt es auch nicht auf Knopfdruck. Aber macht man sich die Mühe, sich kompetent und regelmäßig schulen zu lassen und die Anregungen sorgfältig umzusetzen, dann lohnt es sich.
Einige TGT®-Trainerinnen kannten sich noch nicht, und so kam die soziale Komponente in diesem Seminar auch nicht zu kurz. Jeder erfreute sich in diesem Work­shop an den Fortschritten des anderen und lernte dadurch fürs eigene Reiten und Unterrichten hinzu.

„Es machte mir wieder viel Freude, die Entwicklung der einzelnen Trainerinnen und Trainer über die Jahre zu sehen“, resümierte Peter Kreinberg.

 


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